Hans Hüppi        

Lesung:             Jess 55
Evangelium:    Mt. 13

Liebe andächtig Zuhörende
Sie händ diä 2 Sätz vom Profet Jesaja g'hört.
Er seit es siget Wort vo Gott. Jesaja lot Gott zu üs rede – dur d'Natur:
S'Nass vom Himmel durfuechtet d'Erde – macht sie fruchtbar – ermögicht üs Z'Ässe (vegetarisch) – loot au neus Saatguet wachse.
S'usgsprochni Wort hät in sich selber ä Wirkig:

  • D'Eltere vomä Baby freuet sich über jedes neue Wort, wo ihres Chind säge chann.
  • Spöter chönd eim denn diä viele Wort und Froge vo de Chind mängmol au uf d'Nerve goh.
  • Kommunikation isch weltwiit worde. Bi üs händ fascht alli s'Handy im Sack. - Es wir viel g'redet und g'schribe – nüd nur Wohrs!
  • Es git immer meh Berootigsstelle und Kommunkations-Rootgeber.

Aber – verstönd sich d'Mensche drum besser? Wird dänn au no würklich zue-g'losed, wenn alli nur no redet?
Und wie stoot's mit dä Kommunikation zwüsched Gott und üs Mensche?
Gott seit idä hütige Läsig dur dä Profet Jesaja: Jedes Wort kehrt nicht unverrichteter Dinge zu mir zurück. (Jes 55,11)
Jedes Wort hät ä Chraft in sich.
Im b'sundere gilt das fürs Wort Gottes. Au wenn mir mängmol s'Gfühl händ, Gottes Wort (d'Bible) seg veraltet und überholt, hät sis Wort – vermittlet dur Mitmensche, wie dä Profet Jesaja – i vielne Mensche nochhalitgi Uswirkige – bis i die hütigi Ziit! (Jes 55,11)
Allerdings brucht's dodäzue Mensche, wo losed, wo offe sind fürs guete Wort, wo sich lönd besgeischtere.
Mein Wort bewirkt, was ich will!“ - Jedes Wort hät ä Chraft in sich.
Au üsi menschliche Wort bewirked öppis:

  • Es git Wort, wo mir weh tüend und Wort, wo mir guet tüend.
  • Wort chönd vernichte. Wort chänd aber au ufriche und Muet mache.
    Es isch also nöd glichgültig, was ich für Wort useloo.

Wenn ich mit Fluechwörte und Verwünschige um mich schloo, hät das in erschter Linie ä negativi Wirkig uf mich selber.
Dänn chum ich in än schlechte Soog ine, wo abezieht und mich im Ärger versuure loot. Das schadet nüd nu em Mitmensch, sondern no viel meh mim eigne Herz.
Flueche zieht eim selber abe, in Dräck ine.
Wenn ich hingäge s'guete Wort pfläge, wenn ich s'Wohlwollende säge, dänn isch das für mich selber und für die andere en Säge.
Und genau das will Gott vo mir: - dass ich s'guete Wort säge
Das tuet dä Mensch b'sunders dänn, wenn er betet, wenn er en Gottesdienscht b'suecht, speziell dänn, wenn er singt.
Wie dä Räge d'Erde durfüchtet, so erquickt Singe und Bete üsers ganze Menschsii.
Speziell s'gmeinsame Singe und Bete macht üs alli fruchtbar.
S'gmeinsame Flueche und Schimpfe hingäge, macht üs furchtbar, ecklig, verbisse und fanatisch.
Eigentlich möcht jede Mensch nöd furchtbar, sondern fruchtbar werde.
S'guete Wort söll äbe nöd leer zu Gott zruck-chere.
Dur alli Widerwertigkeite vom Läbe, söll s'guete Wort vo Gott (Frohbotschaft) immer wieder Frucht bringe, „teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreissigfach. - Wer Ohren hat, der höre!“ (Mt 13,8+9), so lot dä Evanglischt Matthäus Jesus selber z?Wort cho.

Das heisst für dich und mich:

  • g'nau anälose und vor allem s'guete stärche
  • Geduld ha, wenn nöd grad sofort alles g'lingt
  • vertraue, dass s'guete Wort wirkt. Amen