Exerzitien im Alltag

Auch dieses Jahr lädt unsere Seelsorgeeinheit ein in Form von Exerzitien im Alltag Kraft zu schöpfen.
Thema der Exerzitien: «Halte die Bruchstellen heilig». Wir betrachten die Brüche und Aufbrüche in unserem Leben.
Mittwoch, 31. Oktober von 19.00 bis 20.15 Uhr Informationsabend und Beginn der Exerzitien, weitere Gruppenabende sind jeweils am Donnerstag, 8., 15. und 22. November im Pfarreizentrum, Schmerikon.
Leitung: Bruno Jud

Mittwoch, 31. Oktober
19.00 Uhr
Pfarreizentrum Schmerikon


Gedanken zur Reformation und zu heute gelebter Ökumene

Vor 500 Jahren schlugen Luther, Zwingli, Calvin, Vadian und Co. als Christen neue Wege ein. Sie wollten damalige Sackgassen der Kirche  überwinden. Ihre Reformen kamen im hierarchischen Machtzentrum nicht gut an. Der ganze Konflikt schaukelte sich hoch und führte schliesslich zum Auseinanderbrechen in verschiedene neue Konfessionen, die sich gegenseitig bekämpfen und schlecht machten.
Erst im letzten Jahrhundert kam zunehmend eine Rückbesinnung auf den gemeinsamen Glauben und die gleichen Wurzeln auf. Der ureigene Aufrag Jesu selbst zur Einheit förderte eine neue ökumenische Zusammenarbeit: Man lernte die verschiedenen Traditionen besser kennen und schätzen. Die Vorurteile weichten sich auf. Ideologische Verengungen auf beiden Seiten wurden mit der Zeit in der theologischen Lehre bereinigt. Es entstanden Freundschaften, und Ehen wurden über die konfessionellen Grenzen hinaus geschlossen.
Mit Papst Johannes XXIII. und dem von ihm einberufenen 2. Vatikanischen Konzil gelang es der katholischen Kirche vor gut 50 Jahren, aus der Verengung aufzubrechen und dem dynamischen Geist Gottes neuen Raum zu geben. So konnte die «Freiheit des Christenmenschen», welche schon der Apostel Paulus verteidigte, wieder in neu gelebter Geschwisterlichkeit aufleuchten.
Dabei geht es nicht um einen Einheitsbrei, sondern um einen achtsamen weiteren Weg in vielfältiger Einheit. Als Gemeinschaft von auf den dreifaltigen Gott Getaufen wollen wir in der je eigenen Kirche die Frohbotschaf Jesu in Wort und Tat feiern. So ist es wichtig, nicht beim Erreichten stehen zu bleiben, sondern sich immer wieder neu vom Geist Gottes herausfordern zu lassen und auch gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Gott selber ist uns Wegweiser und Begleiter. Wir alle sind Kirche, die Verantwortung für die Welt und die Mitmenschen wahrnehmen und aus der Geistkraft der Liebe ein Herz haben für jene, die auch Jesus immer wieder in die Mitte holte: die Schwachen und Benachteiligten, die Leidenden und Suchenden. Das ist wirklich ein Grund miteinander zu feiern!

Ökumenischer Gottesdienst zum Abschluss des Reformationsjubiläums

Sonntag, 4. November
10.30 Uhr
Evangelische Kirche Uznach


Erstkommunion 2019 – Freundschaft

Bekommt man eine Freundschaftsanfrage, erscheint auf dem Handy- oder Computerbildschirm das entsprechende Symbol. Wer die Anfrage mit einem Mausklick annimmt, hat schon wieder einen Freund dazugewonnen. Doch ist das dann wirklich ein richtiger Freund? – wohl in den seltensten Fällen.
Was bedeutet Freundschaft? Wer ist ein wahrer Freund? Welche Eigenschaften sollte ein echter Freund/eine echte Freundin haben?
Jeder Mensch braucht Freunde; Menschen, die in jeder Situation für uns da sind. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Freundschaft ist eine Ursehnsucht von uns Menschen. Dabei ist es oft schwierig zu unterscheiden, wer ein echter Freund ist und wer nur so tut als ob. In Krisensituationen trennt sich dann meist die Spreu vom Weizen. Dabei werden wir manchmal von angeblichen Freunden verletzt. Gleichzeitig entpuppt sich vielleicht jemand, von dem wir es überhaupt nicht erwartet hätten, als wahrer Freund.


Für die Erstkommunion 2019 haben wir das Motto «Freundschaft» gewählt. Besonders bei Kindern ist Freundschaft ein wichtiges Thema. Wer ist mit wem befreundet? Mit wem ist es immer besonders lustig? Wer kennt die besten Spiele und die lustigsten Streiche? Aber auch: wer ist ausserhalb der Familie für mich da? Wer hat ein offenes Ohr für mich? Wer kann mir helfen? Mich beraten und trösten?


Manche Sandkastenfreundschaften halten ein Leben lang. Andere lösen sich mit der Zeit automatisch auf. Wieder andere finden durch einen Streit ein abruptes Ende. Besonders schön ist es, wenn nach jahrelanger Funkstille die Freundschaft wieder aufkeimt. Doch allen Freundschaften ist gemeinsam, dass sie uns prägen und ihre Spuren in unseren Herzen hinterlassen.
Auch Jesus möchte uns prägen und seine Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Er möchte uns unser Leben lang als treuer Freund begleiten. In der Taufe wurde in uns diese Freundschaft grundgelegt. Im Heiligen Brot kommt Jesus nun auf besondere Weise zu unseren Erstkommunionkindern. Das Heilige Brot ist Zeichen seiner Gegenwart, seiner Liebe und seiner immerwährenden Nähe zu jedem Menschen.
Am Erstkommunionsfest feiern die Kinder diese Begegnung feierlich das erste Mal. Begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Erstkommunion mit unseren guten Gedanken und Gebeten und erinnern wir uns bei jedem Empfang des Heiligen Brotes daran, dass Jesus auch unser Freund sein und bleiben möchte.
Wir freuen uns, diesen Weg mit ihnen und ihren Familien zu gehen.


Daten Erstkommuniongottesdienste 2019

Ostermontag, 22. April: Rieden
Weisser Sonntag, 28. April: Uznach und Ernetschwil
Sonntag, 5. Mai: Schmerikon und Gommiswald